Wien im Gourmet-Fieber: Frischer Wind in der Gastronomie

Lukas Hertzsch
Lukas Hertzsch

Am

2023 wurde Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt auserkoren. Das vielfältige Angebot hochklassiger Kulinarik dürfte dabei nicht ganz unbeteiligt gewesen sein.

Der Strudel, hier ein Rezept mit Apfel – das älteste Rezept aus dem Jahr 1696 wird in der Wienbibliothek im Rathaus sicher verwahrt.
Der Strudel, hier ein Rezept mit Apfel – das älteste Rezept aus dem Jahr 1696 wird in der Wienbibliothek im Rathaus sicher verwahrt. - Depositphotos

In Wien, der Stadt des Walzers und des Apfelstrudels, findet gerade eine beeindruckende gastronomische Entwicklung statt.

Fast in jeder Strasse scheint ein kulinarisches Highlight zu locken – von traditionellen Bäckereien über exotische Sushi-Bars bis hin zu trendigen Pizzerias.

Von Würstelständen zur Weltküche

Die österreichische Hauptstadt ist bekannt für ihre reiche Tradition an Gasthäusern und ihre legendären Würstelstände. Doch in letzter Zeit hat sich die Restaurant-Szene deutlich diversifiziert.

Wien beherbergt viele traditionsreiche Edel-Restaurants.
Wien beherbergt viele traditionsreiche Edel-Restaurants. - Depositphotos

Neben den altbewährten Wiener Schnitzeln und Tafelspitzen finden sich längst auch internationale Gerichte auf den Speisekarten. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist das «Plachuttas Gasthaus zur Oper» – ein Ort, wo man noch immer das alte Wien spüren kann, das aber mit einer modernen Kulinarik überzeugt.

In hippen Vierteln wie Mariahilf eröffnen zudem ständig neue Lokale mit innovativen Konzepten, die gezielt junge Generationen ansprechen. Für Touristen ist das Boutique-Hotel Josefine mit seinen kunstvollen Jugendstilelementen ein perfekter Ausgangspunkt für kulinarische Entdeckungsreisen.

«Ludwig Van»: Wo Beethoven auf Haute Cuisine trifft

Eine besondere Perle unter den Wiener Restaurants ist das «Ludwig Van», das sich im ehemaligen Wohnhaus von Ludwig van Beethoven befindet. Seit 2015 führt der Küchenchef Oliver Jauk dieses Lokal und begeistert seine Gäste mit ständig wechselnden Degustationsmenüs und erlesenen Weinen.

Die Speisekarte reicht von fein gehacktem Rindertatar über Kabeljau in cremiger Beurre Blanc bis hin zu zartem Kalb mit Kartoffelfondant und wildem Brokkoli. Zu den Dessert-Highlights zählen der Mont Blanc mit kandierten Kastanien oder Lebkuchen mit Honig, Apfel und Walnuss.

«La Tavolozza»: Ein Stück Italien in Wien

Für alle Liebhaber der italienischen Küche bietet La Tavolozza eine köstliche Auswahl an dünn-knusprigen Pizzen, farbenfrohen Pastagerichten und verführerischen Antipasti. Ob Scampi-Spiesse, Thunfisch-Carpaccio oder Polenta mit Calamari – hier kommt jeder auf seinen Geschmack.

La Tavolozza, Werbefoto
Freuen Sie sich auf ein gemütliches Essen im «La Tavolozza». - La Tavolozza

Mit seinen moderaten Preisen und einem gemütlichen Ambiente ist das Restaurant ideal für ein leckeres Mittagessen auf der Sightseeing-Tour.

Essen gehen in Wien: Was Sie wissen sollten

Die Wiener Gastronomie hat sich erfolgreich von der Bürde einer berühmten Küchentradition befreit. Heute hat die Stadt für jede kulinarische Vorliebe das Passende zu bieten.

Von Nigiri-Sushi bis Spaghetti alla Carbonara – in Wien ist die Welt zu Gast. In fast jedem Restaurant gibt es eine Speisekarte auf Englisch, falls Sie mit internationalen Freunden reisen.

Die Kleiderordnung ist meistens lässig, aber in traditionelleren Restaurants und Cafés empfiehlt sich eine etwas konservativere Garderobe. Beim Trinkgeld liegen Sie mit zehn Prozent des Rechnungsbetrags immer richtig.

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